Information zur Wärmeversorgung: Verlängerung des Betriebs ohne Flockungsanlage
In den vergangenen Monaten kam es im Wärmenetz leider wiederholt zu Heizungsproblemen. Verstopfungen von Hauseintrittsfiltern und Wärmetauschern führten zu Störungen und Ausfällen. Ausgelöst wurden diese Ablagerungen durch Rückstände im Tunnelwasser einer externen Grossbaustelle.
Uns ist bewusst, wie herausfordernd und belastend diese Situation für viele von Ihnen war, insbesondere, weil Sie zu Recht eine zuverlässige Wärmeversorgung erwarten. Wir wissen, dass die wiederholten Unterbrüche im Alltag alles andere als einfach waren. Für die entstandenen Unannehmlichkeiten möchten wir uns ausdrücklich entschuldigen.
Auch wenn die Ursache ausserhalb unseres direkten Einflussbereichs lag, haben wir gemeinsam mit allen betroffenen Stellen alles darangesetzt, die Situation zu verbessern und weitere Ausfälle zu verhindern. Dabei zeigte sich insbesondere der Einfluss der Flockungsanlage der Baustelle auf die Wasserqualität als entscheidender Faktor.
Wie angekündigt führten wir deshalb Anfang Januar einen zweiwöchigen Probebetrieb durch. In dieser Zeit speisten wir das Tunnelwasser direkt und ohne Behandlung durch die Flockungsanlage in das ANOG-Leitungsnetz ein. Das Ergebnis dieses Tests fiel eindeutig positiv aus. Während des gesamten Probebetriebs verlief die Wärmeversorgung stabil und nahezu störungsfrei. Wir erhielten nur sehr wenige bis praktisch keine Störungsmeldungen, und Filter, Wärmetauscher sowie weitere Anlagenkomponenten blieben weitgehend frei von Ablagerungen. Im klaren Gegensatz dazu traten unmittelbar nach der kurzzeitigen Wiedereinschaltung der Flockungsanlage wieder deutlich spürbare Probleme auf.
Diese Erkenntnisse zeigen eindeutig, dass der Verzicht auf die Flockungsanlage einen entscheidenden Beitrag zur Stabilisierung des Wärmenetzes leistet.
Gemeinsam mit den zuständigen Behörden und allen beteiligten Partnern konnten wir deshalb erreichen, dass wir das Tunnelwasser ab sofort und bis zum Ende der laufenden Heizperiode weiterhin dauerhaft ohne Einsatz der Flockungsanlage nutzen dürfen.
Wir setzen das begleitende Monitoring weiterhin konsequent fort, um die Wasserqualität sowie die Betriebssicherheit engmaschig zu überwachen. Sollte es neue Entwicklungen geben oder Anpassungen erforderlich werden, informieren wir Sie selbstverständlich umgehend. Unser Fokus liegt darauf, Ihnen auch für den weiteren Verlauf der Heizperiode eine zuverlässige, stabile und sichere Wärmeversorgung zu gewährleisten.
Mit hoher Priorität arbeiten wir daran, den Betrieb dauerhaft zu stabilisieren, und sind zuversichtlich, dass die nun umgesetzte Massnahme einen entscheidenden Beitrag dazu leistet.
Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Verständnis und Ihre Geduld.
Die ANOG Anergienetz Obergoms AG wurde am 29. September 2014 mit Wirkung ab 01. Juli 2014 gegründet. Mit der Gründung verbunden war die Überführung des Fernwärmenetzes aus der Gemeinde Obergoms in die neue Gesellschaft. Aktionäre der Gesellschaft sind die Einwohnergemeinde Obergoms mit 51.0 % sowie die enalpin AG und die Elektrizitätswerk Obergoms AG mit je 24.5 % Beteiligung.
Die Gesellschaft baut und betreibt in Obergoms ein Fernwärmenetz. Zu diesem Zweck nutzt die ANOG Anergienetz Obergoms AG die Wärme aus dem Wasser des Furkatunnels und verteilt und verkauft die nötige Heizenergie an ihre Kunden in Oberwald/Obergoms.

